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3.4 Probleme bei der Weiterentwicklung des TOP-Konzeptes
 
Im folgenden sollen mögliche Probleme, die bei der Weiterentwicklung des TOP-Konzeptes auftauchen können, kurz beschrieben werden. Mögliche Lösungen dieser Probleme werden im Kapitel „Konzept eines Umsetzungsmodells“ näher beschrieben.

3.4.1 Langfristige Archivierung
„Langfristig bezeichnet nach unserem Verständnis einen Zeitraum, der sich mindestens bis zu einem Zeitpunkt in der Zukunft erstreckt, zu dem nur noch höchst ungenaue Aussagen über die technischen Umgebungsbedingungen gemacht werden können.“ (DINI, 2001)
Um eine langfristige Verfügbarkeit von elektronischen Dokumenten zu gewährleisten, bedarf es folgendermaßen großer Anstrengungen, da das Internet einem ständigen Wandel unterliegt.
Die spätere Nutzung von elektronisch archivierten Dokumenten hängt daher von folgenden drei Faktoren ab:
> Soft- und Hardware Umgebung
Elektronische Daten sind in ihrer Lebensdauer nicht nur abhängig von den Trägermaterialien auf denen sie gespeichert werden, sondern auch von der Software um diese Daten überhaupt lesen zu können.
> Wahl eines geeigneten Dateiformats
Gute Konvertierungsmöglichkeiten und die Verwendung von offenen Standards sind die Voraussetzungen für eine längerfristige Archivierbarkeit von elektronischen Dokumenten.
> Genügend Speicherplatz
Solange es um reine Texte geht, ist dieses Problem als minimal zu betrachten. Sobald multimediale Inhalte (Grafiken, Audio, Video und andere) ebenfalls langfristig archiviert werden sollen, spielt der Faktor Speicherplatz eine bedeutendere Rolle.

3.4.2 Retrieval
Der User soll ein bestimmtes Dokument finden, welchen Weg er auch immer dafür nimmt (Suchabfrage, Folgen eines Links, etc.). Als Voraussetzung muß eine sinnvolle Beschlagwortung verwendet werden.

3.4.3 Urheberrecht
Will der Autor Informationen selbst verfügbar machen, tauchen keine urheberrechtliche Fragen auf. Weit schwieriger ist die Abspeicherung und das Zugänglichmachen von Informationen eines anderen, in den meisten Fällen unbekannten Autors. Die Rechtslage ist international noch weitgehend ungeklärt. Die Voraussetzungen zur Wahrung der Urheberrechte müssen auf jeden Fall geschaffen werden.

3.4.4 Authentifizierung und Integrität
Bei papiergebundenen Publikationen ist die Wahrung von Authentizität und Integrität problemlos. Bei online publizierten Informationen muss nachvollziehbar bewiesen werden, dass sämtliche Inhalte seit der Erstellung nicht mehr verändert worden sind.
Es müssen einerseits die einzelnen Dokumente gesichert werden, andererseits muss auch die Identität des Dokumentenserver eindeutig und überprüfbar sein.
Um die Authentizität und Integrität bei Dokumenten zu gewährleisten, müssen Verfahren zur Anwendung kommen, die Fälschungen von Dokumenten kenntlich machen können.

3.4.5 Berechtigung
Für online publizierte Information muss die Möglichkeit bestehen zu definieren, welche Benutzer bzw. Benutzergruppen Leseberechtigung auf das jeweilige Dokument haben sollen. Das größte Problem besteht hierbei, dass der Benutzerkreis nach Publikation nicht mehr verkleinert werden kann, da möglicherweise z.B. Personen aus diesem Kreis bereits auf das Dokument referenziert haben. Dahinter steht die Überlegung, dass jede Information nach ihrer Publikation Teil des persönlichen Wissensnetzwerkes der Zitierenden ist. Die Erweiterung des Benutzerkreises sollte keine Probleme darstellen.

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Autor: sebastian udulutsch; Copyright: Sebastian Udulutsch; Publiziert von: sebastian udulutsch (sebastian)
factID: 115117.2 (...Archiv); Publiziert am 25 Nov. 2002 17:04
 
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